Stockholm - Der schwedische Ministerpräsident Göran Persson hat die Position des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder im Irak-Konflikt abgelehnt und als "schwer begreiflich" eingestuft. Nach einer Grundsatzdebatte im Stockholmer Reichstag sagte der sozialdemokratische Politiker am Donnerstag im Fernsehen, er sehe "nicht den geringsten Grund" zu einer Übernahme von Schröders prinzipieller Ablehnung von militärischen Aktionen gegen den Irak. Das Regime von Saddam Hussein müsse auch mit Hilfe dieser Drohung durch die UNO unter Druck gesetzt werden.

Mit Streit unter den Mitgliedern des Sicherheitsrates, dem auch Deutschland angehört, und dem von Schröder propagierten Ausschluss der militärischen Option werde Saddam Hussein niemals zu Zusammenarbeit zu bewegen sein. Über mögliche Motive für die Position des Bundeskanzlers sagte Persson: "Es ist wirklich schwer begreiflich, was die Deutschen da sagen. Möglicherweise muss man das in einem innenpolitischem Zusammenhang sehen." (APA/dpa)