Der Münchener Abosender "Premiere" will in seinem kostenpflichtigen Programm nach den Worten von Unternehmenschef Georg Kofler mehr Werbung zulassen und damit mittelfristig bis zu fünf Prozent des Umsatzes erwirtschaften.

Fünf Prozent des gesamten Umsatzvolumens

"Das ist eine prima Möglichkeit, das Ergebnis zu verbessern", sagte Kofler dem "Handelsblatt" vom Donnerstag. Eine "Premiere"-Sprecherin bestätigte auf Anfrage, mittelfristig solle durch Werbung etwa fünf Prozent des gesamten Umsatzvolumens erzielt werden. Dies würde aktuell einem Geschäftsvolumen von rund 50 Millionen Euro entsprechen. "Die Vermarktung ist bereits angelaufen", sagte die Sprecherin.

Keine Unterbrecherwerbung

Wie bereits Mitte November erklärt, will "Premiere" aber auf so genannte Unterbrecherwerbung verzichten, die während der Ausstrahlung von Spielfilmen läuft. Der Bezahl-Fernsehsender lässt bereits in geringem Umfang Werbung in seinem Sportangebot und auf verschiedenen Spartenkanälen laufen. Die sieben Spielfilm-Kanäle "Premiere 1" bis "Premiere 7" waren hingegen bisher komplett werbefrei. Dies wird sich nun ändern.

"Premiere" war Teil des zerschlagenen Medienimperiums von Leo Kirch und kämpfte monatelang ums Überleben. Nach einer umfangreichen Sanierung einigte er sich dann kurz vor Weihnachten mit den Gläubigerbanken und dem Finanzinvestor Permira im Grundsatz auf eine Übernahme des Abo-Senders. Anfang Jänner hatte der PayTV-Sender die Marke von 2,6 Millionen Abonnenten überschritten. (APA/Reuters)