Wien - Die in Turbulenzen geratene Science-Week wird auf neue organisatorische Beine gestellt. Die seit drei Jahren stattfindende Wissenschafts-Woche soll künftig von der im Dezember des Vorjahres gegründeten Österreichischen Wissenschaftsgesellschaft (ÖWIG) organisiert werden, teilte die Gesellschaft in einer Aussendung mit. Dazu wird von der ÖWIG ein Beirat eingerichtet. Die operative Seite werde weiterhin der Initiator der Science-Week in Österreich, Peter Rebernik, mit seiner Firma Pharos wahrnehmen, sagte ÖWIG-Präsident Max Lippitsch vom Institut für Experimentalphysik der Universität Graz gegenüber der APA.

Rebernik hatte in den vergangenen Jahren die Veranstaltung praktisch im Alleingang organisiert. Dabei war immer wieder Kritik am Konzept der Woche laut geworden. Im Herbst 2002 haben dann die bisherigen Subventionsgeber, das Bildungs- und das Infrastrukturministerium, signalisiert, 2003 keine finanzielle Unterstützung für die Aktion geben zu wollen.

Neues Konzept

Lippitsch ist sich dennoch sicher, dass es auch heuer wieder eine Science-Week geben wird, und nennt mit der Zeit vom 16. bis 25. Mai auch schon das Datum. Das ÖWIG-Präsidium und der Beirat, der sich vor allem aus Mitwirkenden der Wissenschafts-Woche zusammensetzen soll, wollen nun ein neues Konzept für die Veranstaltung ausarbeiten.

Neben der neuen Organisationsbasis sollen in den Bundesländern beziehungsweise in größeren Einrichtungen lokale Koordinatoren bestellt werden, die wiederum Ansprechstellen für das Publikum und die regionalen Medien einrichten. Außerdem soll versucht werden, die Wissenschafts-Woche nicht in Einzelprojekte "zerfleddern" zu lassen, sondern "thematische Projekt-Cluster" zu bilden, sagte Lippitsch.

Neue finanzielle Unterstützung

Mit dem neuen Konzept hofft der ÖWIG-Präsident auch auf erneute finanzielle Unterstützung durch die öffentliche Hand. Erste Kontakte mit Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (VP) habe es schon gegeben, konkrete Gespräche sollen folgen, so Lippitsch, der auf eine mittelfristige Finanzierungszusage bis zum Ende der Legislaturperiode hofft.

Im Vorjahr gab es im Rahmen der Science-Week in 97 Orten in ganz Österreich 892 Präsentationen, die unterhaltsam an die verschiedensten Wissenschaftsbereiche heranführen sollten. Laut Rebernik hat die öffentliche Hand dafür rund 436.000 Euro zur Verfügung gestellt. (APA)