Moskau - Ein Moskauer Gericht hat am Donnerstag drei Entschädigungsklagen von Opfern des Geiseldramas vor drei Monaten abgewiesen. Über 18 weitere Klagen von Opfern und Angehörigen trafen die Richter zunächst keine Entscheidung. Der Prozess hatte Anfang Dezember begonnen. Die Opfer und Hinterbliebenen fordern von der Stadtverwaltung Entschädigungen in Höhe von umgerechnet fast sechzig Millionen Euro.

Am 23. Oktober vergangenen Jahres hatten tschetschenische Rebellen das Moskauer Musical-Theater besetzt und mehrere hundert Besucher als Geiseln genommen. Russische Spezialkräfte stürmten am vierten Tag das Gebäude und erschossen die 41 Geiselnehmer. Auch 129 Geiseln wurden getötet; zwei durch Schüsse, die übrigen durch ein Narkosegas, dass die Spezialkräfte einsetzten. Unter den getöteten Geiseln war auch eine österreichische Staatsbürgerin. (APA/AP)