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Präsident Luis González Macchi

Foto: REUTERS/Sergio Moraes

Asunción - Im Parlament Paraguays hat am Donnerstag ein Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Luis González Macchi begonnen. Dem Staatschef werden unter anderem die Verantwortung für die mögliche Unterschlagung von 16 Millionen Dollar, für Unregelmäßigkeiten bei der Privatisierung von Staatsunternehmen sowie Staatsterrorismus vorgeworfen.

Das Verfahren, bei dem am ersten Tag die Anklage das Wort hatte, ist zunächst auf 15 Tage angesetzt. Sollte González Macchi für schuldig befunden werden, müsste er zurücktreten. Seine Nachfolge bis zur nächsten regulären Präsidentenwahl am 27. April würde nach der Verfassung Parlamentschef Juan Carlos Galaverna antreten.

Die Opposition wirft dem Präsidenten völliges Versagen bei der Ausübung des Amtes vor. Außerdem macht sie ihn für die ausufernde Korruption in dem südamerikanischen Land verantwortlich. Der Präsident äußerte sich zuversichtlich, dass alle Vorwürfe durch das Verfahren entkräftet werden würden.(APA/dpa)