Klagenfurt - Die Hintergründe des Überfalles vom Dienstag in Rosegg (Bezirk Villach-Land) scheinen geklärt zu sein: Die Tochter dürfte die "Schläger" angeheuert haben, um ihren Eltern einen "Denkzettel" zu verpassen. Die 20-Jährige, Mutter einer eineinhalbjährigen Tochter, wurde mittlerweile ebenfalls festgenommen.

Tochter animierte zum Überfall

Dienstag am Abend hatten in einem Haus in der Gemeinde Rosegg drei Männer die Eltern des Mädchens, 68 und 53 Jahre alt niedergeschlagen. Bei den Einvernahmen stellte sich heraus, dass die Tochter die Burschen dazu animiert hatte. "Aber dann ist alles eskaliert und die junge Frau flüchtete aus dem Haus und schlug bei Nachbarn Alarm", sagte der Kommandant der Kriminalabteilung der Gendarmerie, Oberst Hermann Klammer, am Freitag.

Streit wegen Freundschaft mit Männern ohne Beschäftigung

Wie es scheint, dürften die Eltern nicht damit einverstanden gewesen sein, dass sich ihre Tochter mit den drei Burschen, die keiner Beschäftigung nachgingen traf. Nachbarn berichteten, dass es deshalb mehrfach zu Streit gekommen sei. Offensichtlich wollte sich das Mädchen an ihren Eltern rächen.

Als Schläger tat sich ein junger Steirer hervor, der bereits mehrfach vorbestraft ist. Die beiden anderen Burschen spielten laut bisherigen Erhebungen eher eine untergeordnete Rolle. Über das Trio und die Tochter wurde die Untersuchungshaft verhängt.

Die Eltern befinden sich nach wie vor auf der Intensivstation im LKH Klagenfurt.(APA)