Washington - Die Regierungen Großbritanniens und der USA sind im Streit um die Verlängerung der UN-Waffeninspektionen im Irak einem Pressebericht zufolge kompromissbereit. Sie würden der öffentlichen Meinung und der Ansicht ihrer Verbündeten Rechnung tragen und seien einverstanden, die Inspektionen um einige Wochen zu verlängern, berichtete die Zeitung "Los Angeles Times" am Freitag unter Berufung auf Regierungsvertreter. Demnach verständigten sich der britische Außenminister Jack Straw und sein US-Kollege Colin Powell darauf bei einem Treffen am Donnerstag. Im Gegenzug würden sie von den Verbündeten die Zusage erwarten, die Waffeninspektionen nicht unbegrenzt auszudehnen.

Der Demokrat Joseph Biden, Mitglied im außenpolitischen Ausschuss des US-Senats, sagte laut "Los Angeles Times", Powell und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld seien bereit zu einer Verlängerung der UN-Mission um bis zu einen Monat. Ein britischer Regierungsvertreter wurde mit den Worten zitiert, es sei "nicht nötig, im Februar in den Krieg zu ziehen". Ein anderer sagte, Premierminister Tony Blair werde sich bei einem Treffen mit US-Präsident George W. Bush am kommenden Freitag möglicherweise für eine Verlängerung aussprechen. Auch die UN-Inspektoren selbst hatten zuletzt mehr Zeit für ihre Kontrollen gefordert.(APA)