DEUTSCHLAND: Hat sich mehrfach klar gegen einen Krieg ausgesprochen. Deutschland will sich als bisher einziges Land der EU auch im Falle einer UNO-Resolution nicht aktiv an einer Militärintervention im Irak beteiligen.

FRANKREICH: Paris sprach sich gegen einen Alleingang der USA aus, befürwortet eine friedliche Lösung und will den UNO-Inspektoren mehr Zeit geben. Vorbedingung für einen Militärschlag und eine denkbare Beteiligung Frankreichs ist nach Ansicht der Regierung in Paris eine neue Entschließung des UNO-Sicherheitsrates.

GRIECHENLAND: Ein amerikanisch-britischer Alleingang wird abgelehnt. Einen Krieg nach einem Beschluss des UNO-Sicherheitsrates würde Athen ungern sehen. Parlamentspräsident Apostolos Kaklamanis forderte von den EU-Mitgliedern ein "Nein zu einem Irak-Krieg".

LUXEMBURG dringt auf eine diplomatische Lösung. Einen Alleingang der USA und Großbritanniens will Luxemburg nicht unterstützten, sondern nur ein Vorgehen mit UNO-Mandat.

NATO-Mitglied NORWEGEN hat angedeutet, man könnte sich der deutschen Ablehnung aller militärischen Maßnahmen gegen den Irak anschließen. Ministerpräsident Kjell Magne Bondevik sagte, seine Regierung werde "vielleicht dasselbe tun wie Deutschland". Das NATO-Mitglied Norwegen sieht eine neue Resolution des UNO-Sicherheitsrates als notwendig an.

TÜRKEI: Die Regierung in Istanbul bemüht sich gemeinsam mit den Nachbarstaaten des Irak und mit Ägypten um eine diplomatische Lösung. Eine Erlaubnis für die Stationierung von US-Bodentruppen und die Nutzung von Luftwaffenstützpunkten steht noch aus. Die Türkei kooperiert nach den Worten des deutschen Außenministers Joschka Fischer "sehr eng" mit Deutschland, um eine Militäraktion zu vermeiden". (APA/dpa)