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Foto: Archiv

Hamburg - Trinkwassergewinnung in trockenen Ländern: Die Panzerstruktur des Tieres zeigt Architekten, wie man Dächer bauen könnte, die das Auffangen von Kondensflüssigkeit aus dem Morgennebel ermöglichen. Dies berichtet das Magazin "National Geographic Deutschland" in der aktuellen Ausgabe.

In der Wüste Namib ist es extrem trocken. Hier regnet es kaum, allerdings streicht regelmäßig feuchter Meeresnebel vom Atlantik her übers Land. Dieses Klima hat sich der Dunkelkäfer aus der Gattung Stenocara zu Nutze gemacht. Sein Panzer zeigt eine unebene, bucklige Struktur.

Spitzen ziehen Wasser an

Die leicht abgeflachten Spitzen dieser Buckel auf der Rückseite des Tiers ziehen Wasser an, bis sich Tröpfchen bilden. Um den Nebel optimal einzufangen, stellt sich der Käfer auf die Vorderbeine und hält seinen Rücken in den Wind. Die Tröpfchen des Kondenswassers sammeln sich in Rillen und werden schließlich in den Mund gelenkt.

Wissenschafter aus Oxford haben jetzt diese Besonderheit für das Design von Zelten und Dächern kopiert und im Maßstab angepasst. Eine solche Bauweise soll die Ausbeute von Trinkwasser aus Nebel in meeresnahen Wüstenregionen erhöhen. (APA)