Belgrad - Jugoslawien wird von den Vereinten Nationen und der NATO die Erlaubnis für die Rückkehr einer begrenzten Anzahl von Armee- und Polizeieinheiten in die von der UNO verwaltete südlichen Provinz Kosovo verlangen. Dies sehe auch die UNO-Resolution 1244 (substanzielle Autonomie für Kosovo unter Wahrung der jugoslawischen Souveränität) vor, sagte der jugoslawische Innenminister Zoran Zivkovic am Freitag (heute) in Belgrad.

Es sei besonders wichtig, dass die jugoslawischen Sicherheitskräfte die Kontrolle über die Grenze Kosovos zu Albanien und Mazedonien übernehmen. Von dort komme der "größte Teil des Übels" ins Kosovo, wurde Zivkovic von der Belgrader Nachrichtenagentur Beta zitiert. Außerdem sollten diese Truppen auch serbische religiöse und historische Denkmäler im Kosovo beschützen. Jugoslawische Einheiten hatten im Juni 1999, nach dreimonatigen NATO-Luftangriffen, den Kosovo verlassen müssen. (APA/dpa)