Washington - Der für Montag erwartete Bericht des Chefs der UNO-Waffensinpektoren, Hans Blix, wird einer Zeitung zufolge von wichtigen Fragen sprechen, die der Irak nicht beantwortet habe. Wie die "Washington Post" unter Berufung auf Kreise der Vereinten Nationen (UNO) berichtete, hatte Blix ursprünglich eine positivere Bewertung der Zusammenarbeit geplant. Jedoch habe die Regierung in Bagdad bei einem Treffen mit Blix vor einer Woche auf ihrer Position beharrt, sie habe keine weiteren Dokumente für die Inspektoren und auch keine Massenvernichtungswaffen, über die sie Auskunft geben könne.

Der Zeitung zufolge wird Blix' Bericht jedoch nicht eine harsche Verurteilung der irakischen Zusammenarbeit beinhalten. "Der mehr in Grauschattierungen als in Schwarz und Weiß gehaltene Bericht könnte den Staaten im Sicherheitsrat Auftrieb geben, die für eine einstweilige Fortführung der Inspektionen und gegen eine sofortige Entscheidung für einen Krieg sind", hieß es. Blix' Bericht über die bisherige Arbeit der Inspektoren soll am Montag dem UNO-Sicherheitsrat in New York vorgelegt werden.

Die USA und Großbritannien werfen Irak vor, über Massenvernichtungswaffen zu verfügen und haben angekündigt, das Land notfalls im Alleingang mit Gewalt zur Einhaltung der UNO-Abrüstungsvorgaben zu zwingen. Irak hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Mehrere Staaten, darunter Deutschland, haben sich gegen einen Krieg ausgesprochen und mehr Zeit für die Inspektionen gefordert. (APA/Reuters)