1940, als England in höchster Not war - Frankreich am Boden, Hitler am Ärmelkanal -, hielt Winston Churchill seine historische Rede: ". . . wir werden an den Stränden kämpfen, wir werden an den Landungsstellen kämpfen, wir werden in den Feldern und in den Straßen kämpfen, wir werden in den Hügeln kämpfen; wir werden niemals aufgeben . . ." Und zwar so lange, "bis die Neue Welt, mit all ihrer Macht und Stärke nach vorne tritt, um die Alte Welt zu retten und zu befreien". Churchill wusste, dass England und Europa trotz allen Heroismus ohne die USA verloren waren. Die Amerikaner haben dann Westeuropa 40 Jahre lang vor dem Kommunismus geschützt, zur Befreiung Osteuropas und zur deutschen Vereinigung massiv beigetragen und noch vor wenigen Jahren den Völkermord in Bosnien und im Kosovo beendet, wozu die Europäer nicht imstande waren. Alte Geschichten, gewiss. Und Bush ist ein Cowboy. Und Rumsfeld ist ein alter Reaktionär, der glaubt, eigentlich sei er Präsident der USA. Am Ende aber, wenn es um die fundamentalen Werte geht, dann stehen auf der einen Seite die Demokratien der Alten und der Neuen Welt und auf der anderen Seite die Barbarei. Wie 1940. (DER STANDARD, Printausgabe, 25./26.1.2003)