Jerusalem - Die palästinensische Autonomiebehörde hat nach Angaben der Organisation Hamas nicht versucht, Selbstmordanschläge auf Israelis zu verhindern. Hamas-Führer Scheich Ahmed Yassin sagte am Freitag in einem Interview im israelischen Fernsehen, die Autonomiebehörde von Präsident Yasser Arafat helfe nicht bei der Planung und Ausführung von Selbstmordattentaten. Sie bemühe sich aber auch nicht, die Anschläge zu verhindern.

"Sie verschließen die Augen", sagte Yassin über Mitglieder der palästinensischen Führung. Israel wirft der Autonomiebehörde und Arafat vor, in terroristische Anschläge verwickelt zu sein. Die Palästinenser haben diese Anschuldigungen zurückgewiesen. Vertreter der Hamas und Arafats Fatah-Organisation halten sich derzeit in Kairo auf, wo sie über einen ägyptischen Vorschlag zu einem einjährigen Waffenstillstand beraten wollen. Yassin erklärte jedoch, die Palästinenser würden ihr Recht auf Selbstverteidigung niemals aufgeben. (APA/AP)