Wien - Die Bürgermeister europäischer Hauptstädte - darunter auch Wien - haben einen Aufruf gegen einen Krieg im Irak veröffentlicht. "Da die Zeichen im Nahen Osten erneut auf Krieg stehen, möchten wir, die Bürgermeister der wichtigsten Hauptstädte Europas, mit Nachdruck bekräftigen, dass ein neuerlicher Konflikt im Irak vermieden werden kann und muss", heißt es darin. Krieg könne am Beginn des 21. Jahrhunderts nicht weiterhin das "normale" Mittel zur Lösung von Problemen sein.

Neben Wiens Stadtoberhaupt Michael Häupl (S) haben dessen Amtskollegen aus Berlin, Paris, London, Rom und Brüssel den Aufruf unterzeichnet. Sie warnen vor einem bewaffneten Konflikt, da dieser "viel mehr Probleme verursachen werde", als durch einen "militärischen Alleingang" gelöst werden könnten. Ein Krieg berge unter anderem das Risiko, "dass sich die Kluft zwischen dem Westen und der islamischen Welt vergrößert."

Auf den internationalen Terrorismus müssten demnach Antworten gefunden werden, "die gleichermaßen bestimmt und friedlich sind und die die vielschichtigen politischen, sozialen und kulturellen Komponenten unserer Zeit berücksichtigen". Die Vereinten Nationen und die internationale Gemeinschaft sollen sich dem Regime Saddam Husseins mit Hilfe der zahlreichen Instrumente des internationalen Rechts entgegenstellen, fordern die Bürgermeister. (APA)