Unbekannte Cracker haben von einem Rechner der Universität von Kansas Daten ausländischer Studenten gestohlen, die die Hochschule entsprechend einer Anordnung der US-Regierung gesammelt hatte. Nach Angaben von Experten könnten damit Ausweise und Dokumente gefälscht werden. Ermittler der US-Bundespolizei versuchten, den oder die Urheber des Angriffs festzustellen. Sie waren in der vergangenen Woche mehrere Male in den Universitätsrechner eingedrungen.

1.450 Studenten

Gestohlen wurden die Daten von 1.450 Studenten, darunter Sozialversicherungs- und Ausweisnummern, Herkunftsländer und Studiengebiete. Das US-Heimatschutzministerium hatte die Sammlung der Daten angeordnet, um die Bewegungen von Ausländern in den USA besser verfolgen zu können.

Warnung

Laut Experten besteht allerdings nur geringe Wahrscheinlichkeit, dass mit den "erbeuteten" Daten falsche Ausweisdokumente hergestellt werden. Trotzdem warnt Bukhari, Präsident der Muslimischen Studentenvereinigung, die Betroffenen:"Sie sollten auf jeden Fall auf ihren jeweiligen Aufenthaltsort achten. Falls jemand ihre Identität annimmt, sollten sie in der Lage sein zu beweisen, dass sie an einem anderen Ort waren."

"Identitätsdiebstahl"

Die Angst vor so genanntem "Identitätsdiebstahl" nimmt jedenfalls zu. Identitätsdiebstahl führte 2002 die Beschwerdeliste der Konsumentenschützer der Federal Trade Commission (FTC) der USA an. Dem Jahresbericht der FTC zu folge befassten sich 43 Prozent aller 380.000 Beschwerden im vergangenen mit Identitätsdiebstahl und Betrügereien. Der Schaden wird für das vergangene Jahr mit 343 Mio. Dollar beziffert (Der Webstandard berichtete). (apa/pte/red)