Rom - Schwere Überschwemmungen haben am Wochenende Teile Mittel- und Süditaliens heimgesucht. Dabei kam ein Mensch ums Leben, Hunderte weitere mussten ihre Häuser verlassen. Über die Ufer getretene Flüsse und Bäche beschädigten auch zahlreiche Straßen und Brücken. Die Eisenbahnverbindung entlang der Adria bis nach Bari wurde unterbrochen. Ganze Landstriche standen unter Wasser.

Die schwersten Schäden wurden aus den Regionen Abruzzen, Molise, Apulien und Basilikata gemeldet. Molise war erst im Herbst von einem schweren Erdbeben heimgesucht worden. In den höher gelegenen Gebieten der Apenninen ging der Regen in Schnee über.

Bei dem Getöteten handelt es sich um den Bürgermeister eines Dorfes im Molise. Er sei am Samstag von einem Zug erfasst worden, als er einen Bahndamm inspizieren wollte, berichteten italienische Medien am Sonntag. Am schlimmsten betroffen war die Stadt Termoli an der Adriaküste des Molise. Dort waren rund 2.000 Menschen von den Wassermassen eingeschlossen. (APA/dpa)