Graz - Im Falle der beiden Toten in der Südsteiermark deutet laut den Kriminalisten nichts auf Fremdverschulden, aber alles auf ein Unglück hin. Der 59-jährige Mann und die 56 Jahre alte Frau dürften an einer Rauchgasvergiftung gestorben sein, wie die Obduktion Samstagnacht ergab. Ursache ist wahrscheinlich ein defekter Ofen oder ein Kamin bzw. Abzug. Die beiden dürften ein Verhältnis miteinander gehabt haben und wollten das Wochenende in einem Haus am Graßnitzberg in der südsteirischen Gemeinde Strass in Steiermark verbringen.

Bei den Toten handelt es sich um einen 59-jährigen Unternehmer mit Wohnsitz im weststeirischen Köflach bzw. Geschäft im obersteirischen Bad Aussee sowie seine 56-jährige Geliebte, eine Grazer Geschäftsfrau. Beide waren verheiratet, ihre jeweiligen Ehepartner dürften von der außerehelichen Beziehung aber gewusst haben. Als der Mann sich am Samstag auf mehrere Telefonanrufe seiner Gattin nicht meldete, bat diese die Vermieterin des Wochenendhauses, Nachschau zu halten. Die Frau entdeckte dann am Samstagmittag im Haus in den Weinbergen unweit der slowenischen Grenze die Leichen und alarmierte die Gendarmerie.

Die Ermittlungen der Kriminalisten des Landesgendarmeriekommandos ergaben, dass die Frau sich zum Zeitpunkt des Todes noch im Bett befunden hatte, der Mann lag auf dem Boden des Wohnschlafraumes, so die Sicherheitsdirektion Steiermark. Er dürfte noch vergeblich den Rauchgasen zu entkommen versucht haben. Im ganzen Haus sei jedenfalls noch ein deutlicher Rauchgeruch zu spüren gewesen, hieß es. Von den Kriminalisten wurde ein Brandsachverständiger zur endgültigen Klärung des Ablaufs des Unglücks hinzugezogen. (APA)