Nairobi - Mit einem 320 Kilometer langen elektrischen Zaun am Rande des Abadare National Parks in Kenia wollen Umweltschützer Wildtiere den menschlichen Farmen fernhalten, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist in seiner aktuellen Ausgabe. Immer wieder haben sich Elefanten und Nashörner im Kulturland aufgehalten und sind von Bauern erschossen worden.

Im 1.000 Quadratkilometer großen Abadare Nationalpark, der nur etwa zwei Autostunden von Nairobi entfernt liegt, leben viele bedrohte Wildtiere wie Schwarze Nashörner, Elefanten, Colobus-Affen und sehr seltene afrikanische Vogelarten wie der grüne afrikanische Ibis, der Goldflügel-Sunbird und verschiedene Raubvögel. "Der elektrische Zaun soll Tiere aus dem Siedlungsgebiet der Menschen fernhalten", sagte Patrick Milimo, Direktor bei WWF-Eastern Africa Regional Programme. Der Umweltschützer will auch dafür Sorge tragen, dass der Zaun regelmäßig auf Beschädigungen untersucht wird. "Es ist uns klar, dass dies viel Kosten verursacht", erklärt Milimo. Ein Teil des elektrischen Zaunes wird mit Solarenergie betrieben. Bis jetzt ist die Hälfte des elektrischen Zaunes fertiggestellt.

"Die Farmer, die am Rand des Parks ihre Felder bestellen, brauchen sich vor der Zerstörung durch Wildtiere nicht mehr zu fürchten", erklärte Charles Njonjo, Vorsitzender vom Kenya Wildlife Service, das die Errichtung des Zaunes unterstützt.(pte)