Davos - Das Terrornetzwerk El Kaida könnte nach Ansicht des afghanischen Außenministers Abdullah einen Krieg im Irak für neue Anschläge nutzen. Der Minister sagte beim Weltwirtschaftsforum in Davos, Afghanistan unterstütze das Regime im Irak nicht. Im Fall eines Kriegs könnten jedoch "terroristische Elemente" in der Region versuchen, die Situation in Afghanistan zu destabilisieren.

Abdullah erklärte weiter, sein Land unterstütze die Friedensbemühungen zur Abwendung eines Krieges im Irak. Sollte es jedoch zu einem Krieg kommen, so hoffe er, dass die Menschen im Irak möglichst bald wieder selbst über die Schicksal entscheiden könnten. Er sagte, der mutmaßliche Terroristenführer Osama bin Laden und der Talibanführer Mullah Mohammed Omar seien wahrscheinlich noch am Leben und versteckten sich mit einigen Anhängern im Nordwesten Pakistans. Der Außenminister forderte den pakistanischen Staatschef Pervez Musharraf auf, entschlossen gegen Extremisten in seinem Land vorzugehen. (APA/AP)