Amman - Unmittelbar vor dem Irak-Bericht der UNO-Waffeninspektoren haben Deutschland und Jordanien noch einmal eindringlich zu einer friedlichen Lösung des Konflikts aufgerufen. "Wir hoffen, dass die Krise ohne eine Militärreaktion gelöst werden kann", sagte der deutsche Außenminister Joschka Fischer am Sonntag nach Gesprächen mit dem jordanischen Ministerpräsidenten Ali Abul Ragheb. Beide stimmten überein, dass für eine friedliche Lösung äußerste Anstrengungen gemacht werden müssten.

Zur Frage einer Exilierung des irakischen Machthabers Saddam Hussein sagte Ragheb, dies sei eine interne Angelegenheit des Irak. Fischer bekräftigte erneut, dass Bagdad die UNO-Abrüstungsresolution 1441 vollständig erfüllen müsse. Über das weitere Vorgehen müsse der Sicherheitsrat entscheiden: "Der Sicherheitsrat muss auf dem Fahrersitz sitzen, um diesen Konflikt friedlich zu lösen."

Ragheb bekräftigte, dass Jordanien, das an den Irak grenzt, nicht an einer Militäraktion gegen den Irak teilnehmen werde. Jordanien werde nicht zulassen, dass sein Territorium oder sein Luftraum von einer der Konfliktparteien genutzt werden. Ragheb sagte, Jordanien verhandle derzeit mit den USA und einigen europäischen Ländern über die Lieferung von Luftabwehrsystemen. Er hoffe, dass Jordanien diese Unterstützung bekomme. (APA/dpa)