Peking - China und Frankreich sollten sich nach Ansicht des chinesischen Präsidenten Jiang Zemin im Irak-Konflikt zusammen dafür einsetzen, "das Ansehen und die Autorität" der Vereinten Nationen zu bewahren. Das sagte Jiang nach Angaben der amtlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua am Sonntag in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Jacques Chirac.

China, das wie Frankreich zu den ständigen Mitgliedern des UNO-Sicherheitsrates mit Vetorecht gehört, bevorzuge nach wie vor eine diplomatische Lösung des Irak-Konfliktes im Rahmen der Vereinten Nationen, sagte Jiang. Allerdings müsse der Irak alle Resolutionen des Sicherheitsrates zum irakischen Waffenprogramm vollständig erfüllen.

Frankreich hatte vor einigen Tagen erklärt, nur der Sicherheitsrat könne über einen möglichen Militärschlag gegen den Irak entscheiden. Chirac hatte zugleich unterstrichen, es müsse alles getan werden, um einen Krieg zu vermeiden. Eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking hatte am Freitag erklärt, der chinesische Standpunkt ähnele dem der französischen Regierung. Zugleich hatte sie sich besorgt über die Kriegs-Vorbereitungen der USA und Großbritanniens geäußert. (APA/dpa)