Kathmandu - Mutmaßliche Maoisten haben den Chef der Anti-Terror-Polizei in Nepal, Krishna Mohan Shrestha, ermordet. Shrestha, seine Frau und ein Leibwächter seien bei einem morgentlichen Spaziergang in der Nähe ihres Hauses in Kathmandu von mutmaßlichen maoistischen Rebellen erschossen worden, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die beiden maskierten Täter seien entkommen.

Shrestha war Chef der Polizeieinheit APF, die vor zwei Jahren für den Kampf gegen die Maoisten aufgebaut worden war. Mittlerweile hat die Regierung den Kampf gegen die Rebellen der Armee übertragen. Den Angaben zufolge war er erst kürzlich umgezogen, nachdem er Todesdrohungen von den Rebellen erhalten hatte. Vor einem Jahr hatten die Maoisten Shresthas Haus im Osten des Himalaya-Königreichs Nepal durch eine Bombe zerstört.

Die Maoisten kämpfen seit sieben Jahren für eine Landreform, den Sturz des Königs und für die Errichtung einer kommunistischen Diktatur in Nepal. Dabei kamen bislang 7.400 Menschen ums Leben. Ende 2001 eskalierte der Bürgerkrieg. Er hat dazu geführt, dass die Zahl ausländischer Touristen in Nepal auf die Hälfte zurückging. (APA/dpa/AFP)