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Schlagerstar Roy Black

von Stackelberg/apa/dpa

Hamburg - Fernsehregisseur Otto W. Retzer ("Klinik unter Palmen") hat nach eigenen Worten immer noch Verbindung zu seinem 1991 gestorbenen Freund Roy Black. Er sagte am Samstagabend in Frank Elstners SWR-Talkshow "Menschen der Woche", er habe Kontakt über ein Medium, das ihm regelmäßig über Roy Black berichte. Der Schlagersänger und Schauspieler, der am vergangenen Samstag sechzig Jahre alt geworden wäre, sitze nach der Schilderung in einem kleinen weißen Haus und spiele Harfe.

Roy Black war nach Ansicht Retzers zu sensibel für das harte Showgeschäft. Er habe weder verkraftet, in einer Riesenhalle vor sechzig Fans singen zu müssen, noch den großen Erfolg mit der RTL-Serie "Ein Schloss am Wörthersee". Nachdem er immer wieder geschäftlich betrogen worden sei, habe er sich innerlich zurückgezogen, berichtete der Regisseur. Über den Tod Roy Blacks am 9. Oktober 1991 in einer Fischerhütte im oberbayrischen Heldenstein sagte Retzer: "Ich bin der Meinung, dass er sich hingelegt hat zum Sterben - wie bei Tieren."

Er betonte: "Roy war nicht alkoholabhängig." Er habe zwei Operationen am offenen Herzen gehabt. Da er Blut verdünnende Medikamente brauchte, habe er keinen Alkohol vertragen und sei schon nach einem bis zwei Gläsern Wein betrunken gewesen. (APA/AP)