London - Kurz nach seinem 89. Geburtstag ist in Oxford der britische Historiker und Hitler-Experte Hugh Trevor-Roper gestorben. Trevor-Roper war an Krebs erkrankt und verschied am Sonntag in einem Hospiz, wie seine Familie mitteilte. Der Historiker wurde vor allem mit seinem Buch "Hitlers letzte Tage" bekannt, die seine als Geheimdienstoffizier in Berlin geleiteten Untersuchungen zum Tode Hitlers schildern. 1953 gab er ein Buch über "Hitlers Tischgespräche" heraus.

Einer breiteren Öffentlichkeit in Deutschland wurde er dann im April 1983 bekannt, als er in die Diskussion um die Echtheit der vom Magazin "Stern" vorgelegten "Hitler-Tagebücher" einbezogen wurde. Der britische Experte hatte sich nach einer ersten Prüfung des Materials positiv über dessen Authentizität geäußert, dann aber nach Bekanntwerden weiterer Fakten seine Meinung wieder geändert. Er entschuldigte sich öffentlich und erklärte, er habe die Bücher "nur ein paar Stunden" sehen können. Von der Presse hagelte es allerdings Spott auf ihn. (APA/AP)