Linz - Schwierig gestaltet sich die Bergung des gesunkenen Lastkahns im Linzer Stadthafen. Ein Taucher habe nun festgestellt, dass das Schiff "Kiel oben" in der Donau liege, erklärte Otto Steindl, Leiter der Schifffahrtspolizei. Mit der Bergung werde daher für Mittwoch, "schlimmstenfalls" für Donnerstag, gerechnet, so Steindl.

Der rund achtzig Meter lange und elf Meter breite Lastkahn, Fachbezeichnung "Leichter", war am Montag aus ungeklärter Ursache im Bereich des Linzer Stadthafens gesunken und wurde danach in elf bis zwölf Meter Tiefe geortet. Damit stellte er kein Hindernis für die Schifffahrt dar.

Doch in der Nacht auf Dienstag stieg der Kahn vom Grund der Donau wieder bis auf etwa einen Meter unter die Wasseroberfläche auf. Zwei Frachtschiffe aus den Niederlanden konnten das Hindernis deshalb nicht erkennen. Sie stießen dagegen und wurden erheblich beschädigt. Danach war der Lastkahn wieder auf den Grund des Flusses abgesunken und liegt in rund zwölf Meter Tiefe.

Am Samstag wurde mit einem so genannten Flächenecholot die genaue Lage bestimmt. Ein Taucher stellte nun fest, dass das Schiff "verkehrt" in der Donau liegt, so Steindl. Damit sei auch die Ladung - neue Teile zum Umbau eines anderen Schiffes - herausgefallen und liege auf dem Grund der Donau, erklärte Steindl. (APA)