Wien - Über Publikumsmangel kann sich das bis 2. Februar anberaumte "6. Internati-
onale szene bunte wähne Tanzfestival für Kinder und Jugendliche" nicht beklagen. Vielfalt, Qualität und ungewöhnliche Auftrittsorte locken nicht nur Kinder, sondern auch Jugendliche im Übergang zum Erwachsenenalter an. So lud die Abteilung Ballett des Konservatoriums Wien unter der künstlerischen Leitung von Evelyn Téri in das Mumok, wo Studenten als "Lebende Bilder" durch diverse Ausstellungsräume führen.

Erwartungsgemäß erfolgreich war die erstmals stattfindende Crossover-Schiene im Skatelab. Auf der zur Bühne mutierten Halfpipe präsentierten Michaela Pein und Àkos Hargitay (Cie. Two in One) das abendfüllende Ergebnis der zweiwöchigen Laborarbeit im Tanzquartier, bei dem ungarische Extremsportler (Skater, Biker, Breakdancer) gemeinsam mit österreichischen Tänzern an Free Fall arbeiteten. Zu live gespielten Schlagrhythmen werden die Möglichkeiten der steil abfallenden und ansteigenden Rutschbahn variantenreich ausgenützt und in szenische Form gebracht.

Und Charlotte Vincents, in der Manier des Disco-Dance gestaltete Club Night (x.IDA/ Linz) thematisiert Probleme Jugendlicher, zeigt Ausgelassenheit sowie den darauf folgenden Katzenjammer. (knei, DER STANDARD, Printausgabe vom 27.1.2003)