Innsbruck - 61 Prozent aller Touristen, die Österreich im Winter besuchen, tun dies in erster Linie wegen des Sports. Mehr als zwei Drittel nennen Skifahren als wichtigste Urlaubsbeschäftigung, beliebt auch Rodeln (28 Prozent), Snowboarden (22 Prozent) und Skilanglauf (21 Prozent).

Arthur Oberascher, Geschäftsführer der Österreichwerbung (ÖW), will bei den Marketingaktivitäten verstärkt auf das Tandem Sport und Tourismus setzen, die sich vorrangig in einer Partnerschaft mit dem Österreichischen Skiverband (ÖSV) ausdrückt. Alleine die starke Präsenz der neuen Adresse der ÖW-Homepage (austria.info) auf Transparenten und Anzügen der Rennläuferinnen beim Ski-Weltcup am Semmering hätte zu einer 40-prozentigen Steigerung der Homepage-Zugriffe geführt, so Oberascher bei einer Pressekonferenz unter der neuen Bergisel-Skisprungschanze.

Vertrag auf drei Jahre befristet

Der Vertrag zwischen ÖW und ÖSV ist vorerst auf drei Jahre befristet. ÖSV-Generalsekretär Klaus Leistner ist überzeugt, dass "der Skirennsport wie keine andere Sportart Tourismus erzeugt". Alle Sportlerinnen und Sportler der ÖSV-Kader stehen der ÖW für Promotionaktionen im In-und Ausland zur Verfügung. Rund um Ski-Events, allen voran jenes von Kitzbühel, trage ein touristisches Rahmenprogramm dazu bei, Rennbesucher für einige Tage in der betreffenden Region zu halten. Oberascher: "Das Sportereignis ist ein Rakete, der Tourismus ein Leuchtturm."

Bereits seit 14 Jahren kooperieren die Tirol-Werbung (TW) und der ÖSV, sagte TW-Geschäftsführer Joe Margreiter. Trotz des zögerlichen Winterbeginns konnte Tirol im Dezember bei den Gästeankünften ein Plus von 1,4 Prozent erzielen. (hs, DER STANDARD, Printausgabe 27.1.2003)