Der deutsche Fernsehfilm "Mein Vater" von Andreas Kleinert und die italienische TV-Serie "La guerra e finita" von Lodovico Gasparini sind bei der 16. Ausgabe des Fernsehfilmfestivals FIPA (Festival International de Programmes Audiovisuels) im südwestfranzösischen Biarritz (Baskenland) mit einem "FIPA d'Or" ausgezeichnet worden. Als beste Schauspieler wurden Robin Renucci für seine Rolle in "Le train de 16h19" von Philippe Triboit und Marthe Keller für ihre Rolle "Par amour" von Alain Tasma prämiert.

165 TV-Produktionen vorgestellt

Bei der diesjährigen FIPA-Ausgabe, die am Sonntag, ihre Tore schließt, wurden nach Angaben der Organisatoren 165 TV-Produktionen aus 39 Ländern vorgestellt. Am offiziellen Wettbewerb beteiligen sich 117 Produktionen. Darunter befand sich auch der vom ORF produzierte Film "Schwabenkinder" von Jo Baier mit Tobias Moretti, Jürgen Tarrach und Vadim Glowna in den Hauptrollen. Jurypräsidentin war die Schauspielerin Marie-France Pisier.

Die prämierten Werke

Der Streifen "La maison du canal" des Belgiers Alain Berliner nach einem Roman von Georges Simenon erhielt den Preis für die beste Filmmusik. Mozambique, das sich zum ersten Mal an dem französischen Festival beteiligte, erhielt für "Desobediencia" von Licinio Azevedo einen "FIPA d'argent". Als bester Dokumentarfilm wurde "Purity" von Anat Zuria (Israel), als beste Reportage dagegen "Aparte" von Mario Handler (Uruguay) ausgezeichnet. In der Sektion Kurzfilme gewann "En fars son" von Tobias Falk (Dänemark).

Eine Sonderjury, der 15 junge Europäer angehörten, die 15 Jahre alt sind, prämierte die britische Reportage "Greetings from Grozny" von Paul Mitchell und Tania Rakhmanova, die im Mai 2002 in Tschetschenien verwirklicht worden war.

Das Festival FIPA war 1987 vom Cineasten Michel Mitrani gegründet worden. Marie-France Pisier führte seit 1997 den Juryvorsitz. Ab dem kommenden März tritt die Regisseurin Yamina Benguigui, Autorin der Dokumentarfilmserie "Memoires d'immigres" ihre Nachfolge an. (APA)