London - Der britischen Regierung liegen offenbar Informationen über Strategien der irakischen Führung zur gezielten Behinderung der UNO-Inspektoren vor. Die UNO-Experten würden massiv ausspioniert, hieß es am späten Sonntag aus Regierungskreisen in London unter Berufung auf Geheimdienstinformationen aus dem Irak. Den Informationen zufolge sind die Arbeitsräume, Hotelzimmer und Autos der UNO-Experten verwanzt. Die irakischen Behörden hätten eigens Autounfälle inszeniert, um die UNO-Konvois am raschen Erreichen der Inspektionsziele zu hindern.

Irakische Wissenschaftler und ihre Familien wurden demnach mit dem Tod bedroht, sollten sie mit der UNO zusammenarbeiten. Sie seien gezwungen worden, geheime Unterlagen zuhause aufzubewahren. Nach einem Bericht des "Guardian" hat die Regierung in London ihre Informationen bereits an die Mitglieder des Sicherheitsrats in New York weitergeleitet, wo die UNO-Inspektoren am Montag einen ersten umfassenden Bericht über ihre Arbeit vorlegen sollten. (APA/AFP)