Bogota - Bei einem Anschlag mit einer Autobombe im Nordosten Kolumbiens sind am Sonntag mindestens fünf Soldaten und ein Zivilist getötet worden. Mindestens neun weitere Soldaten wurden nach Angaben der Armee verletzt, als der Sprengsatz während einer Militärpatrouille in der Unruheprovinz Arauca an der Grenze zu Venezuela explodierte. Zunächst war unklar, ob es sich bei dem getöteten Zivilisten möglicherweise um den Fahrer des mit Sprengstoff beladenen Autos handelte.

Das Attantat in der Ortschaft Tame, 300 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bogota, war bereits der vierte Anschlag auf Regierungstruppen in der Provinz in diesem Monat. In Arauca ist vor allem die linksgerichtete Guerilla Nationales Befreiungsheer (ELN) aktiv, die über etwa 4.-500 Kämpfer verfügt. In dem fast 40-jährigen Bürgerkrieg in Kolumbien kamen bisher mehr als 200.000 Menschen ums Leben. (APA/AFP)