Islamabad - Ein erneuter Anschlag auf eine Gaspipeline in Pakistan hat die Energieversorgung des Landes beeinträchtigt. Das berichteten die Medien am Montag. Beim dritten Anschlag innerhalb einer Woche hatten die Täter am Sonntag in der südwestlichen Provinz Belutschistan wahrscheinlich die unterirdisch verlaufende Pipeline freigelegt und dann durch eine Bombe beschädigt. Als Täter werden Kämpfer der örtlichen Bugti-Volksgruppe vermutet, die das Gas als ihre Ressource betrachten und einen Anteil am Profit verlangen.

Pakistan hatte im Dezember vorigen Jahres mit der von den USA gestützten afghanischen Regierung und Turkmenien ein Abkommen über den Bau einer Gaspipeline unterzeichnet. Durch die 3,2 Milliarden Dollar teure Leitung soll Gas aus Turkmenien durch Afghanistan nach Pakistan strömen. Potenzielle Investoren schrecken aber vor dem Sicherheitsrisiko in Afghanistan noch zurück. 1997 hatte ein Konsortium unter Führung der kalifornischen Erdölgesellschaft "Unocal" mit den Taliban ein Abkommen für einen Pipelinebau von Turkmenien über Afghanistan nach Pakistan zum Indischen Ozean geschlossen. Das Projekt scheiterte 1998. (APA/dpa)