Hamburg - Am 27. Jänner 1945 befreite die Rote Armee das Nazi-Konzentrationslager Auschwitz. 1996 proklamierte der damalige deutsche Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Auschwitz steht symbolhaft für den Völkermord und die Millionen Menschen, die unter dem Nazi-Regime entrechtet, verfolgt, gequält oder ermordet wurden. Der deutsche Gedenktag ist allen Opfern gewidmet. Er soll die Erinnerung an den Naziterror wach halten.

Durch systematische Verfolgung ermordeten die Nazis in ganz Europa bis 1945 etwa sechs Millionen Menschen. Die weitaus meisten Opfer waren Juden. Der Holocaust (griechisch: holokaustos, völlig verbrannt) gilt als ein in der Geschichte einzigartiger Völkermord.

Nach Experten-Schätzungen kamen dabei mindestens 5,29 Millionen Juden um. Bei der Wannsee-Konferenz 1942 in Berlin hatten die Nazis Maßnahmen zu deren systematischer Ausrottung beschlossen. Millionen Juden wurden in Konzentrationslager deportiert. Die Nazis ermordeten außerdem etwa 500.000 Sinti und Roma aus den von der deutschen Wehrmacht besetzten Ländern. In den Konzentrationslagern wurden auch Zehntausende von Oppositionellen, Homosexuellen und Behinderten gequält. Viele starben.(APA/dpa)