Wien - Der in den Konkurs geschlitterte Wiener Internetprovider Profinet weist nach eigenen Angaben Gesamtschulden von 4 bis 5 Mio. Euro auf, teilte der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) am Donnerstag mit. Die Zahl der gefährdeten Arbeitsplätze liege bei rund 40. Als einziges wesentliches Asset der Profinet stelle sich der Kundenstock dar, der in der Gruppe inklusive Partnerunternehmen im Telekombereich nach Unternehmensangaben 10.000 bis 12.000 Geschäftskunden umfasst.

Die Profinet und ihre Tochter Plus Communications hatten infolge der Aufkündigung der Verträge durch die Telekom Austria (TA) und deren Androhung, Profinet von ihren Netzen trennen zu wollen, Konkurs angemeldet. Dieser wurde vom Handelsgericht Wien am 27. Jänner eröffnet. Laut TA hat Profinet den überwiegenden Teil der Rechnungen aus dem Jahre 2002 und Forderungen aus dem Jahre 2001 bis heute nicht beglichen, die Forderungen belaufen sich angeblich auf einen niedrigen einstelligen Millionen-Euro-Betrag.

Die acht Gesellschaften bestehende Profinet-Gruppe, die auch im Handelsbereich tätig ist, setzte im Telekombereich zuletzt mit 22 Mitarbeitern in Wien, Linz und Graz rund 6 Mio. Euro um. Die gesamte Gruppe kam zuletzt mit 44 Mitarbeitern auf einen Umsatz von 12 Mio. Euro. Zur Gruppe gehört u.a. auch die Allgemeine Büromaschinenvertrieb AG (ABV).

Die Profinet-Gläubiger können ihre Konkursforderungen wie berichtet bis 27. März anmelden, die erste Gläubigerversammlung soll am 11. Februar stattfinden, die Berichts- und Prüfungstagssatzung wurde für den 10. April anberaumt. (APA)