Bonn - Führungsmängel und nicht die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind einer Untersuchung zufolge der Hauptgrund für den drastischen Anstieg von Pleiten kleinerer und mittlerer Unternehmen in Deutschland. Bei 5.650 untersuchten Klein- und Mittelbetrieben stünden mit über 50 Prozent Führungsmängel wie beispielsweise zu geringe Qualifikation in Verbindung mit unzureichender Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe an der Spitze, erklärte die Pilot-Unternehmensberatung am Montag in Bonn.

Auf Platz zwei folgten mit gut 30 Prozent die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie Steuern, Lohnnebenkosten und sonstige Abgaben. Mit gut 15 Prozent trügen hausgemachte Probleme wie falsche oder unterbliebene Entscheidungen zur Insolvenzursache bei. Im vergangenen Jahr gab es insgesamt rund 38.000 Insolvenzen.

In Deutschland existieren den Angaben zufolge zurzeit rund 4,000.000 Klein- und Mittelbetriebe. Sie bildeten rund 80 Prozent der Lehrlinge aus und erzeugten 47 Prozent aller steuerpflichtigen Umsätze. Rund 27 Millionen Menschen seien in Klein- und Mittelbetrieben beschäftigt.(APA/AP)