New York - Die Wege, um Stammzellen zu gewinnen, wurden um eine neue Ressource erweitert. Nach dem Nabelschnurblut und Sperma - um nur einige zu nennen - haben ForscherInnen um Xiaolong Meng in Wichtita (US-Bundesstaat Kansas) nun das Menstruationsblut von Frauen als Quelle für einen neue Art von Stammzellen erschlossen.

Laut ihrem Bericht im frei zugänglichen Fachblatt "Journal of Translational Medicine" können sich diese Zellen zu mindestens neun Gewebearten entwickeln - von Nerven- bis Herzmuskelzellen. Die Zellen stammen aus der Gebärmutterwand, die während der Periode besonders durchblutet ist. Sie teilten sich im Labor mehr als 68-mal und vermehrten sich dabei sehr viel schneller als etwa Stammzellen aus der Nabelschnur.

Entsprechend den Statuten des Fachjournals erklärt ein Teil der AutorInnen, wirtschaftliche Interessen an der Forschung zu haben. (APA, tasch/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15. 11. 2007)