Ende November findet ein Graz eine Veranstaltung von Peripherie, Institut für praxisorientierte Genderforschung, zum Thema "Generation prekär: Atypische Beschäftigung zwischen Zwang und Freiheit".

Mit Mag.a Dr.in Ulrike Papouschek, FORBA, Sozialwissenschafterin, Schwerpunkt: Arbeit und Geschlecht, Bildung;
und Mag.a Andrea Schober, Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-DJP), Geschäftsbereich Interessenvertretung, zuständig für atypisch Beschäftigte; ATTAC.

Ort: Stadtteilcafé palaver connected, Griesgasse 8, 8020 Graz.
Zeit: Mittwoch, 28. November, 18.00 - 20.30 Uhr

Inhalt

Freie DienstnehmerInnen, PraktikantInnen, Ein-Frau-Mikrounternehmen: "Atypische" Beschäftigung wird für immer mehr Menschen normal, für viele wird sie sogar zum Dauerzustand. Unter den Betroffenen sind vor allem junge Leute, aber auch bereits Mütter und Väter jenseits der vierzig. Ist atypische Beschäftigung überwiegend negativ zu bewerten - als aufgezwungen, risikoreich und kaum das Überleben sichernd? Oder bietet sie auch Chancen und Freiheiten? Und: Wie sind Frauen davon betroffen und wie Männer?

Ulrike Papouschek, FORBA: AkademikerIn, nicht mehr ganz jung, sucht... Gerade Hochqualifizierte erleben das prekäre Arbeiten sehr widersprüchlich. Viele können spannende Themen bearbeiten, genießen Abwechslung und Autonomie. Gleichzeitig sind niedrige und unsichere Einkommen, lange Arbeitszeiten und enormer Druck gang und gäbe. Besonders bei Menschen, die schon jahrelang in unsicheren Verhältnissen leben, akkumulieren sich die Folgen des hohen Engagements - bis zur Gesundheitsschädigung.

Andrea Schober, GPA-DJP: Als das Chaos um Werkverträge, "Fixe Freie" und mehr oder weniger freiwillige Selbstständige ausbrach, waren die Gewerkschaften erst einmal ratlos. Mittlerweile haben sie das Thema aufgegriffen und beraten Betroffene, die GPA-DJP hat eine eigene Interessensgemeinschaft work@flex eingerichtet. Wie geht die Gewerkschaft heute mit dem Phänomen um, das immerhin einige ihrer Errungenschaften rückgängig gemacht hat? Was können sich "Atypische" von ihr erwarten? Und wo soll es in Zukunft hingehen?

Moderation: Mag.a Ulla Sladek, Soziologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei Peripherie.