Wien - Nach Schätzungen der Vereinten Nationen befinden sich in Europa eine halbe Million Frauen, die Opfer von Menschenhändlern sind - die meisten von ihnen werden zur Prostitution gezwungen. Das "Weltjournal extra" am 21. November 2007 , präsentiert von Franz Kössler, zeigt eine dänische Dokumentation, die anhand von zwei betroffenen Frauen die Wege des Frauenhandels von Thailand nach Europa auf beeindruckende Weise nachvollzieht.

Sie leben in Kellern als Sexsklavinnen, herübergelockt nach Europa durch falsche Versprechungen und der Hoffnung auf ein besseres Leben. Menschenhändler bieten jungen Frauen in Thailand Jobs als Kellnerin oder Bürokraft an. In Wahrheit geht es um Zwangsprostitution. Am und Ann, zwei Thaifrauen, die nach Kopenhagen gelockt worden sind, erzählen in diesem "Weltjournal extra", wie sie der Hölle entkommen konnten.

In sogenannten Massagesalons mussten sie 24 Stunden am Tag bereit sein, um fremde Männer zu befriedigen. Ihre Aufpasser hatten sie in den Tageszeitungen als "Geile Schwestern" annonciert. Am und Ann waren keine Schwestern und Prostitution für sie ein abscheuliches Geschäft. Doch sie hatten keinen Ausweg. Ihre Aufpasser ließen sie nicht aus den Augen. Bis ihnen die Flucht zurück nach Thailand gelang. In der Dokumentation gehen Am und Ann noch einmal zurück an die Orte ihres Alptraums, begleitet von einem dänischen Kamerateam. Und sie bemerken: Heute sind andere Mädchen aus Thailand dort. Die Geschichte ist noch nicht zu Ende. (red)