New York - Die USA verstärken ihre Vorsichtsmaßnahmen gegen einen möglichen Bioterror-Angriff. Wie die Zeitung "New York Times" am Montag berichtete, sollen in einem Computer-Netzwerk die Gesundheitsdaten aus acht Großstädten gesammelt und analysiert werden, um einem möglichen Angriff mit Viren oder Bakterien so rasch wie möglich auf die Spur zu kommen. Ausgewertet werden sollen Informationen unter anderem aus Ärzteberichten, aus den Ambulanzen und dem Verkauf von Medikamenten. Die Namen der Städte, die teilnehmen sollen, wurden zunächst nicht bekannt.

Das Programm soll dem Bericht zufolge vom Zentrum für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC) in Atlanta geleitet und mit einem Budget von mehreren Millionen Dollar ausgestattet werden. Bereits in der vergangenen Woche hatte die US-Regierung mitgeteilt, dass ferner als Frühwarnsystem gegen einen möglichen Bioterror-Angriff ein landesweites Netz von Messgeräten installiert werden soll. Sie sollen ungewöhnliche Mengen von Krankheitserregern in der Luft registrieren. Der Sprecher des Weißen Hauses, Ari Fleischer, hatte jedoch betont, dass es keine konkrete Hinweise auf einen bevorstehenden Bioterror-Anschlag gebe. (APA)