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Wien - Die anhaltende Ertragskrise der Ford Motor Company hat weit reichende Folgen. So sind die Pläne, Ford und die Premium-Marken des Konzerns gemeinsam aufzustellen, in ein strategisches Stottern geraten. Gescheitert ist damit auch das von Ford-Austria-Generaldirektor Fritz Schmutzhart vorangetriebene Pilotprojekt in Österreich, wie dieser am Montag gegenüber dem STANDARD einräumte.

Ursprünglich war geplant, im Zuge der angepeilten Übersiedlung des Importeurs von Salzburg nach Wien Ford und die PAG zusammenzuschweißen. Unter dem Dach der PAG (Premier Automotive Group) sind Volvo, Jaguar, Land Rover, Aston Martin versammelt. Als Standort war der Concorde Business Park in Wien-Schwechat, wo Volvo bereits jetzt logiert, fix. Ford, Jaguar und Land Rover sollten Ende 2003 folgen. Dann strauchelte Ford in den USA, Imagekrise, Rabattschlacht. Nun kommen die meisten größeren nicht-modellpolitischen Investitionen in die Warteschleife oder werden überhaupt gestrichen.

"Alles durchgerechnet"

Für Österreich heißt dies: Jaguar und Land Rover bleiben in Salzburg. Ford selbst sieht Schmutzhart dennoch spätestens 2005 in Wien, wo genau, stehe aber in den Sternen. Es werde "alles durchgerechnet", die Entscheidung müsste allerdings bald fallen. Denn zum Ausstieg aus dem jetzigen Mietverhältnis sei eine Kündigungsfrist von 18 Monaten einzuhalten - und die Kündigung sei noch gar nicht ausgesprochen. Von den dann rund 45 betroffenen Ford-Mitarbeitern würden wohl die Hälfte mit übersiedeln, schätzt Schmutzhart.

Puncto Marktpräsenz geht es Ford in Österreich wieder besser. 2002 habe man sich trotz rückläufigen Pkw-Markts von 19.914 (2001) auf 20.021 Autos gesteigert - Marktanteil: 7,3 Prozent nach 6,9 -, bilanziert Schmutzhart. Damit nähert sich Ford wieder der Zehnprozentmarke. (stock)