Wien - "Erhebliche Lücken in der Fleischkontrolle" stellte die EU-Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucherschutz (Sanco) bei einer Inspektion des österreichischen Systems für die Rückverfolgbarkeit von frischem Rindfleisch und Rindfleischerzeugnissen fest. Das meldet die Tageszeitung "Kurier" in ihrer Dienstag-Ausgabe. Mängel tun sich vor allem zwischen dem Schlachthof und dem Handel auf, heißt es.

Zersplitterten Kontroll-Kompetenzen

Kritik äußert die EU-Behörde laut der Zeitung hauptsächlich an den zersplitterten Kontroll-Kompetenzen in Österreich, die zum einen bei der Agrarmarkt Austria (Registrierung durch Ohrmarken) und beim Bundesministerium für Sicherheit und Generationen (Kennzeichnung), zum anderen jedoch bei den Bundesländern selbst (Fleischbeschau) liegen.

Mangelhafte Registrierungssysteme

Die EU-Inspektoren haben die zuständigen Behörden in Österreich aufgefordert, 13 Rindfleischproben zurück zu verfolgen, so der "Kurier". "In den Einzelhandelsbetrieben war die Rückverfolgbarkeit vor allem auf Grund mangelhafter Registrierungssysteme oder auf Grund der Übernahme falscher Angaben beeinträchtigt oder gar nicht mehr gegeben", zitiert die Zeitung den EU-Rohbericht. (APA)