Wien - Attraktionen haben nun einmal etwas mit Attraktivität zu tun - folgerichtig wird ein Standort mit neuen Attraktionen auch attraktiver, und die Schönbrunner Schlossgesellschaft konnte zur Verblüffung der eigenen Geschäftsführung im vergangenen Jahr zum dritten Mal in Serie einen neuen Besucher-und Einnahmenrekord verzeichnen. Und das trotz Reiseflaute und Hochwassers im Sommer. 1,5 Millionen Eintrittskarten wurden für das Schloss ausgegeben (ein Plus von 2,4 Prozent) - für das Gesamtareal von Schönbrunn wurden sogar sieben Millionen Besucher geschätzt. Wobei vor allem das ausgesprochen starke vierte Jahresquartal die eher tristen Prognosen widerlegte.

Steigerungen, die laut Schloss-Geschäftsführer Franz Sattlecker vor allem auf neue Angebote wie den boomenden Irrgarten oder die Kinder- und Familienwelt zurückzuführen sind.

Wüstenlandschaft

Um dies auch im heurigen Jahr weiter fortsetzen zu können, wird an der Attraktionsattraktivierung weitergearbeitet: Demnächst wird die ausgesprochen aufwändige Sanierung des Sonnenuhrhauses fertig gestellt. Bis zum März wird darin eine Wüstenlandschaft eingerichtet - in Kooperation mit dem Tiergarten und den Bundesgärten.

Eine weitere neue Attraktion wird es - voraussichtlich ab Ostern dieses Jahres - gleich neben dem Schloss geben: Der blumenreiche Kronprinzengarten neben dem Osttrakt des Hauptgebäudes wird dann gegen Eintritt öffentlich zugänglich sein. Im Sommer soll außerdem die jahrelange und mühsame Sanierung der "römischen Ruine" abgeschlossen werden.

Das Sisi-Museum

Aber auch in der Schönbrunn-"Außenstelle" Hofburg wird bereits eine neue Attraktion für das kommende Jahr vorbereitet: Hier soll im April 2004 ein eigenes Sisi-Museum eröffnet werden. Schönbrunn-Geschäftsführer Sattlecker: "Wir wollen den Mythos Sisi in diesem originalen Ambiente authentisch und kritisch in Szene setzen." (frei/DER STANDARD)