Washington - Die Zustimmung der Amerikaner zu einer US-Invasion im Irak ist laut einer gemeinsamen CNN/USA-Today/Gallup-Umfrage am niedrigsten Stand seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Allerdings würde immer noch eine knappe Mehrheit von 52 Prozent der Befragten einen Angriff auf Bagdad unterstützen. 43 Prozent sprechen sich gegen eine Invasion durch die US-Streitkräfte aus, geht aus der vom vergangenen Donnerstag bis Samstag durchgeführten Umfrage hervor.

Die Zustimmung zu einem Irak-Angriff sinkt offenbar kontinuierlich: Im November 2001 befürworteten noch 74 Prozent der Amerikaner einen Irak-Angriff, Anfang Jänner 2003 immerhin noch 56 Prozent.

Bei der Frage, ob US-Präsident George W. Bush bereits seine Gründe für einen Irak-Krieg ausreichend dargelegt habe, sind die Amerikaner total gespalten: 49 Prozent finden, Bush habe bereits einen Kriegsgrund dargelegt, 48 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Falls sich Bush allerdings zu einem Krieg gegen den Irak entschließt kann er auf 72 Prozent der Amerikaner zählen, die ihn dann unterstützen wollen - unabhängig von ihrer vorher eingenommenen Haltung.

Die Arbeit der UNO-Waffeninspektoren wird von 76 Prozent der Befragten positiv beurteilt, 56 Prozent wollen den Inspektoren noch mehr Zeit für die Suche nach Massenvernichtungswaffen geben. Ebenfalls 56 Prozent sind der Meinung, Bush sollte vor einer Militäraktion eine Autorisierung der Vereinten Nationen (UNO) zur Anwendung von militärischer Gewalt erhalten.

Laut der Umfrage ist die Unterstützung für eine Militäraktion bei Frauen und Angehörigen von ethnischen Minderheiten am geringsten. Die stärkste Zustimmung für einen Angriff auf den Irak wurde bei Anhängern der Republikaner gemessen. Parteipolitisch Unabhängige sind in zwei gleich große Lager der Befürworter und Gegner eines Irak-Kriegs gespalten.(APA)