Wien - Rund 3.000 Akutbetten möchte Gesundheitsstaatssekretär Reinhart Waneck (F) bis 2005 in Österreichs Krankenhäusern abbauen. Derzeit laufen dazu mit den Bundesländern die Verhandlungen. Mit fünf Ländern habe man eine diesbezügliche Nachjustierung des Österreichischen Krankenanstaltenplans (ÖKAP) bereits einvernehmlich vereinbart, sagte Waneck am Montag Abend bei einem Pressegespräch. Insgesamt komme man mit der neuen Zielvorgaben auf unter 50.000 Akutbetten. An ein Schließen von Krankenhäusern sei aber nicht gedacht.

Noch nicht abgeschlossen seien die Verhandlungen mit Oberösterreich, wo er den Eindruck habe, dass man vor einer Regierungsbildung zu keiner Lösung kommen wolle. Aber auch mit Salzburg und Tirol sei man noch am verhandeln. Mit dem Burgenland werde eine Revision des ÖKAP morgen, Mittwoch, vereinbart. Bis Anfang März müsse der Plan jedenfalls unter Dach und Fach sein - dann tage nämlich die zuständige Strukturkommission.

Das Schließen von einzelnen, kleineren, Krankenhäusern - wie es von einigen Gesundheitsökonomen angedacht wurde - kommt für Waneck nicht in Frage. Wichtiger sei es, "strukturelle Änderungen" vorzunehmen. So gebe es beispielsweise bei der Allgemeinchirurgie ein Überangebot, im Bereich der Pflege und Rehabilitation brauche man dagegen mehr Betten. Mit Umschichtungen und internen Umwidmungen könnten bestehende Ressourcen besser genutzt werden, glaubt Waneck.(APA)