San Jose/Wien - 2002 war kein gutes Jahr für Mini-PCs. Die Zahl der weltweit verkauften Taschenkomputer (PDA) ist im vergangenen Jahr um 9 Prozent auf 12,1 Millionen zurückgegangen. Dies teilte das Marktforschungsunternehmen Gartner Dataquest am Dienstag nach vorläufigen Zahlen mit. Auch in Europa ist der PDA-Absatz, wie berichtet, im Vorjahr um 7 Prozent geschrumpft.

Vor allem das Geschäft mit Geschäftskunden stagniere auf Grund der Wirtschaftsflaute und, weil PDAs den Unternehmen noch nicht ausreichend Nutzen brächten, meint Gartner-Chefanalyst Todd Kort. Nur 30 Prozent aller Taschencomputer werden laut Gartner im Business-Bereich verkauft.

Weltweit klarer Marktführer bei PDAs ist nach wie vor Palm. Trotz eines Rückgangs um 12,2 Prozent verkaufte der US-Konzern mit 4,44 Mio. Stück mehr als doppelt so viele Geräte wie der zweitgrößte Hersteller Hewlett-Packard (HP). HP verkaufte im Vorjahr nur noch 1,63 Mio. PDAs, ein Minus von 27,2 Prozent. Sony hingegen konnte kräftig zulegen (plus 163 Prozent) und liegt mit 1,33 Mio. verkauften Stück nun auf Platz drei, vor dem PDA-Spezialisten Handspring, der 2002 einen Absatzeinbruch um 49,1 auf 698.228 Stück hinnehmen musste.

Deutlich zulegen konnte Sony am PDA-Markt vor allem in den USA. Dort liegt der Unterhaltungselektronikkonzern bereits an zweiter Stelle, mit 881.000 zwar noch deutlich hinter Palm (2,75 Mio.) aber schon vor HP (677.828).

Angesichts der klarer Marktbeherrschung durch Palm dominiert am PDA auch immer noch das hauseigene Betriebssystem Palm OS mit einem Marktanteil von 55.2 Prozent. Das Microsoft-Konkurrenzprodukt Windows CE kommt auf einen Anteil von 25,7 Prozent. (APA)