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London/Washington - Die Briten haben nach neuesten Erkenntnissen bereits vor 6.000 Jahren Milch getrunken. Bisher wussten Historiker zwar, dass bereits die Bewohner des prähistorischen Großbritannien Ziegen und Schafe gehalten hatten, aber ob sie auch schon Milch gewannen oder nur auf Wolle und Fleisch aus waren, war unklar. Doch nun hat der britische Biochemiker Richard Evershed auf den Scherben antiker Tonkrüge Milchfette nachgewiesen.

Diese Tonscherben stammen sowohl aus der Jungsteinzeit (6. Jahrtausend bis 1800 v. Chr.) als auch aus der Bronzezeit (1800 bis 700 v. Chr.) und der darauf folgenden Eisenzeit. Von Ausgrabungsort zu Ausgrabungsort unterschied sich das Alter der Scherben mit Milchresten stark. Das deutet nach Ansicht der Forscher darauf hin, dass sich die Technik der Milchgewinnung erst nach und nach auf den britischen Inseln ausbreitete: Manche Siedlungen beherrschten sie viel früher als andere. Die Ergebnisse wurden in dem Fachmagazin "Proceedings of the National Academy of Sciences" veröffentlicht. (APA/dpa)