Grafik: derStandard.at

Unter dem Titel "Europa-Quiz" findet vom 12. bis 16. Mai die Endrunde eines großen Quiz für europäische Schüler in Graz statt. Rund 150 Schüler im Alter von 14 bis 19 aus über 20 europäischen Staaten treten an, um ihr Wissen in Fragen der politischen Bildung, der europäischen Kultur und Geschichte, Wirtschaft und dem Zeitgeschehen unter Beweis zu stellen. Den Siegern winken attraktive Sachpreise und als Hauptpreis eine Woche Urlaub in Zypern, erklärte Mike Karl Miklautsch, der Bundeskoordinator des "Europa-Quiz", am Dienstag in Graz.

Schul- und Landesausscheidungen

In den kommenden Wochen und Monaten werden in Österreich und den Teilnehmerstaaten die Sieger der Schul- und Landesausscheidungen ermittelt. Schließlich stehen einander im Mai in Graz die besten Quizteilnehmer gegenüber. "Was feierte die Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 2000?", "Welche drei Instrumente der direkten Demokratie gibt es in Österreich?", "In welcher europäischen Stadt befindet sich der internationale Gerichtshof für Menschenrechte?", das sind nur einige der Fragen, die die Schüler bis dahin richtig beantwortet haben mussten.

Basiswissen

Vier Tage dauert die große Endausscheidung, die zum Großteil auf der Acconci-Insel, dem neuen Bauwerk inmitten der Mur, stattfinden wird. Die Anforderungen, die an die Schüler gestellt werden, sind hoch: "In den zahlreichen Runden geht es nicht nur um Basiswissen wie zum Beispiel um die Europäische Union, um Staatsformen, Arbeitswelt, Wirtschaft, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, sondern es werden auch musikalische Beiträge, sportliche Aktivitäten, Workshops, Präsentationen und Diskussionen auf dem Programm stehen.", so der Koordinator. Der wichtigste Aspekt hinter der Veranstaltung, die letztlich Jugendliche aus 20 europäischen Staaten zusammenbringt, sei, dass die Teenager "die Welt des Anderen kennen lernen, miteinander Lösungen suchen, Freundschaften schließen und Meinungen und Gedanken austauschen", so Miklautsch.

Betonung auf politische Bildung

Österreichweit hat der Wettbewerb mit Betonung auf politische Bildung bereits sieben Mal stattgefunden. Seine Wurzeln hat das Quiz in der Steiermark, wo in den Jahren 1989 bis 1995 Wettbewerbe auf Landesebene durchgeführt wurden. Nachdem man im Millenniums-Jahr erstmals Teilnehmer aus der Region des einstigen Vielvölkerstaates Österreich-Ungarn als Gäste geladen hatte, wird das Quiz nun im Rahmen des Europäischen Kulturhauptstadt-Jahres auf eine europäische Ebene gestellt.

Finanziert wird der Wettbewerb zum Großteil durch das Bundesministerium für Wissenschaft, Bildung und Kunst. Interessierte Schulen können sich noch zu den Vorausscheidungen anmelden. (APA)