Wie gut gelingt es, nach der kinderbedingten Karenz wieder in die Erwerbstätigkeit einzusteigen? Diese Frage wurde im Auftrag des Arbeitsmarktservice untersucht. Das vorliegende Ergebnis bringt Ernüchterung: Waren im Jahr 1997 noch 32,3 Prozent der Frauen nach der Karenzzeit wieder erwerbstätig, fiel die Zahl im Jahr 2001 bereits auf 28,4 Prozent. Besonders auffällig dabei, über 40 Prozent gingen danach überhaupt keiner Berufstätigkeit mehr nach. Ein Teil der Frauen, 21,2 Prozent, war geringfügig beschäftigt.

Einen eklatanten und erwarteten Unterschied ergibt sich mit der Qualifikation der Wiedereinsteigerinnen und der Wahrscheinlichkeit, dass sie eine reguläre Beschäftigung aufnehmen. So waren es bei Akademikerinnen 75 Prozent, die eine Beschäftigung über der Geringfügigkeitsgrenze aufnahmen, bei den Wiedereinsteigerinnen mit Pflichtschulabschluss waren es lediglich 50 Prozent.

Ein wesentliches Ergebnis der Studie: "Die Abnahme des Anteils der Frauen, die nach der Karenz wieder regulär erwerbstätig sind, lässt darauf schließen, dass die Qualität der für sie verfügbaren Arbeitsplätze abnimmt". (red)