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Die UN-Waffeninspektoren setzen unbeirrt ihre Arbeit im Irak fort

Foto: EPA/AFPI/Awad Awad

Bagdad/Kairo - Einen Tag nach der Vorlage des Zwischenberichts von UNO-Chefinspektor Hans Blix vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen haben die Waffenexperten ihre Kontrollen im Irak fortgesetzt. Wie das irakische Informationsministerium am Dienstag mitteilte, besuchten die Mitarbeiter der UNO-Waffenkontrollmission (UNMOVIC) und der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) sieben Anlagen.

Darunter waren auch die Militärdepots von Ukaider, in denen Mitte Jänner nicht deklarierte leere Gefechtssprengköpfe für chemische Waffen entdeckt worden waren. Außerdem untersuchte ein Team zum wiederholten Mal den Militärstützpunkt Al Taji nördlich von Bagdad, eine der am häufigsten untersuchten Stätten seit Beginn der Inspektionen am 27. November. Weitere Teams inspizierten die Universitäten von Bagdad und Babylon, rund hundert Kilometer südlich der Hauptstadt.

UNMOVIC-Chef Blix hatte bei der Vorlage des Berichtes am Montag schwere Vorwürfe gegen den Irak erhoben und gesagt, der Irak habe seine Entwaffnung noch nicht akzeptiert. Außerdem gebe es noch einige Fragen zu biologischen und chemischen Kampfstoffen. Der für die Suche nach nuklearem Material zuständige IAEO-Chef Mohamed ElBaradei sagte, es habe bisher keine Hinweise auf den Besitz von Atomwaffen im Irak gegeben.

Der ägyptische Präsident Hosni Mubarak empfing unterdessen in Kairo US-General Tommy Franks. Franks würde im Falle eines Irak-Kriegs die amerikanischen Invasionstruppen befehligen. Mubarak hatte sich mehrfach für eine friedliche Lösung der Irak-Krise ausgesprochen und vor den gefährlichen Folgen eines neuen Golfkrieges für die Nahost-Region gewarnt. Weder Franks, der das US-Zentralkommando leitet, noch der ägyptische Präsident wollten nach dem Treffen vor Journalisten Stellung nehmen. Nach Angaben der ägyptischen Nachrichtenagentur MENA sprachen beide auch über den Nahost-Konflikt. Franks bereist derzeit mehrere Länder der Region.(APA/dpa)