Bonn - Die Deutsche Telekom verkauft ihre sechs noch verbliebenen regionalen Kabelfernsehnetze an ein amerikanisches Konsortium. Wie das Unternehmen am Dienstag in Bonn mitteilte, erhielt die Investorengruppe Goldman Sachs, Apax Partners und Providence Equity den Zuschlag. Der Kaufpreis wurde mit 1,725 Mrd. Euro angegeben. Die Transaktion steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes sowie der Finanzierung, erklärte die Telekom in einer adhoc-Mitteilung.

Die Telekom hatte die Netze in Bayern, Berlin/Brandenburg, Bremen/Niedersachsen, Hamburg/Schleswig-Holstein/Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz/Saarland und Sachsen/Sachsen-Anhalt/Thüringen mit insgesamt rund zehn Millionen Kunden ursprünglich für 5,5 Mrd. Euro an die amerikanische Liberty Media verkaufen wollen. Diese Übernahme war im Februar 2002 vom deutschen Kartellamt untersagt worden.

Der Erlös aus dem Verkauf der Breitbandkabelnetze soll zum Abbau des Schuldenberges der Telekom beitragen. Die Verbindlichkeiten wurden per Ende September 2002 mit rund 64 Mrd. Euro angegeben. Sie sollen bis Ende 2003 auf etwa 50 bis 52 Mrd. Euro gesenkt werden. (APA/AP)