Chicago - Amerikanische Archäologen haben auf Satellitenaufnahmen möglicherweise die Überreste 5.000 Jahre alter Straßen im heutigen Syrien und Irak entdeckt. Diese Verbindungen seien für den Handel in der Region entscheidend gewesen, erklärten Tony Wilkinson und Jason Ur vom Institut für Orientalistik der Universität von Chicago.

Ab dem dritten Jahrtausend vor Christus seien bessere Straßen gebaut und die alten Verkehrswege aufgegeben worden. Diese verschwanden im Laufe der Jahrhunderte, und auf den ursprünglichen Verlauf deuten nun laut Wilkinson und Ur nur noch leichte Vertiefungen hin, die von Archäologen oft übersehen würden. In einem Artikel, der in der Frühjahrsausgabe des Fachmagazins "Antiquity" erscheinen soll, schreibt Ur, die alten Wege könnten als Teil eines Straßennetzes durch die Region angesehen werden. Ursprünglich entstanden sie nach Ansicht der Archäologen wahrscheinlich, um Vieh von einem Ort zum anderen zu treiben. (APA/AP)